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Ausflug in die Renaissance – Ozora

An einem schönen Herbsttag haben wir mit einer Reisegruppe einen Ausflug in den westlichen Teil von Ungarn gemacht. Ich gönne mir auch manchmal den Luxus einfach als Gast bei einer Kollegin mitzureisen. Wir besuchten weniger bekannte, aber durchaus lohnende, sehenswerte Reiseziele.

Burgschloss von Ozora

Hauptattraktion unserer Reise war das wunderschön renovierte Burgschloss in Ozora. Das Burgschloss ließ Pipo aus Ozora, Heerführer des ungarischen Königs und deutsch-römischen Kaisers Sigismund im Frührenaissance-Stil bauen. Die damals befestigte Anlage erinnert eher an einen italienischen Stadtpalast, als an eine Burg. Im Laufe der stürmischen Jahrhunderte wechselte das Schloss seine Besitzer, die Familie Hédervári lebte eine Zeitlang hier, später besaß die Familie Esterházy die Domäne von Ozora und im 19. Jahrhundert wurde eine Zeit lang als Kornspeicher benutzt. Die Renovierung ruft die Renaissance-Zeit in Erinnerung, durch die Jahrhunderte alte Wände schlendernd vergisst man Zeit und Raum.

Das Schloss kann mit fachgerechter Führung besichtigt werden. Wer längere Zeit im Renaissance-Milieu weilen möchte, gibt es hier auch Gästezimmer zu mieten.

Burg von Simontornya

Die Burg von Simontornya ist weniger rekonstruiert, dafür ist aber mehr von den alten Wänden zu sehen. Landesrichter Simon baute im 13. Jahrhundert einen einfachen Wohnturm, daher stammt der Name der Ortschaft, „Simons Turm“. Zu dem Turm wurde eine Burg gebaut, die ihre Glanzzeit im 16. Jahrhundert erlebte, bis sie von den Türken besetzt wurde.

Die Burg ist mit Führung zu besichtigen.

Burgmuseum Dunaföldvár

Zur Sicherung des seit Jahrhunderten bekannten, strategisch sehr wichtigen Flussüberganges wurde der Turm im 15. Jahrhundert gebaut, der später den Kern einer Festung bildete. Heute steht von der Festung nur noch der Turm, dessen oberster Stock einen herrlichen Blick auf die Donau bietet.

Százhalombatta

In der Industriestadt befindet sich ein Meisterwerk des namhaften Vertreters der organischen Architektur, die 1995-96 gebaute Kirche des Hl. Stephans von Imre Makovecz.

Nach diesem kurzen Zwischenstopp haben wir unsere Rückreise angetreten. In den Abendstunden sind wir nach einem ein wenig anstrengenden, aber erlebnisreichen Tag in Eger angekommen.