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Wochenendausflug in den Gemencer Wald

Gemenc

Mit deutschen Gästen verbrachte ich ein Wochenende im Gemencer Wald. Gemenc liegt an der Donau im Flachland, im Überschwemmungsgebiet. Demzufolge gibt es Mücken, Millionen! Ohne Mückenspray sollte man keinen Schritt wagen.

Unser erster Spaziergang führte zum wunderschönen Donau-Ufer. Da befindet sich das ehemalige Jagdhaus des Erzbischofs von Kalocsa. Das Haus betreibt die Forstwirtschaft als Unterkunft – wie auch das andere Haus, wo wir wohnten – wird aber z.Zt. leider renoviert. Hätte uns sehr gefallen, das Haus selbst ist sehr schön und vom Garten hat man Donaublick. Beim nächsten Mal vielleicht.

Für den nächsten Tag planten wir eine Kutschfahrt durch den Wald. Es hat sich so ergeben, dass das Ganze mit Wildschwein-Füttern verbunden war. Ein wunderschönes Erlebnis, die Tiere waren fast zum Anfassen nah. Ein völlig anderes Erlebnis als vor einem Wildgehege stehend.

Alles zusammen ist der Gemencer Wald ein lohnendes Ausflugsziel, ein Wochenende war fast zu wenig. Das Gebiet ist sehr groß, es gibt viele Möglichkeiten zum Wandern, kaum Erhöhungen, dadurch nicht anstrengend. Mit dem Fahrrad geht es schneller, man kann an vielen Stellen Fahrräder mieten. Die toten Flussarme der Donau und des Sió-Kanals bieten vielen Tierarten ein Zuhause, man kann interessante Beobachtungen machen. Es lohnt sich auch die zwei Kleinstädte in der Nähe zu besichtigen: Szekszárd und Baja. Ein Tipp, wenn man schon in Baja ist: wer Fisch mag, sollte die berühmte Fischsuppe unbedingt kosten!