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Stammtischreise aus Jena nach Eger

Stammtischreise

7 Herren – eine Branche. Wettbwerber sozusagen. Trotzdem verstehen sie sich. Sie treffen sich einmal im Monat zum Stammtisch, um Erfahrungen auszutauschen oder einfach über Gott und die Welt zu reden. Einmal im Jahr machen sie sogar gemeinsam eine Reise. Einer der Herren spannt seine Frau in die Organisation mit ein, ansonsten ist die Reise eine Herrenrunde.

Die diesjährige Reise ging nach Eger, der Aufenthalt begann am ersten Abend im Tal der Schönen Frau in der Kulacs Csárda, wo die ersten schönen Weinsorten probiert wurden – zum Teil direkt aus dem „lopó“ (Weinheber), versteht sich. Die Herren nett, freundlich und immer höflich. Menschen, die dafür in Urlaub fahren, um sich wohl zu fühlen. Es fiel mir nicht schwer mich gleich wie unter Freunden zu fühlen.


Unser Programm ging gleich am nächsten Morgen los. Da die Herren schon öfters in unserer Gegend waren, besuchten wir so etwas, was sie noch nicht kannten, das Erzbischöfliche Kellersystem unter der Basilika. Dann drehten wir noch eine Runde in der Innenstadt, um zu sehen, was sich veränderte. Die Zeit ist immer knapp, wir wollten am Nachmittag eine Tour nach Tokaj zum König der Weine unternehmen.

In der Weingegend von Tokaj liegt auch Tállya, wo sich der Winzer Mihály Hollókői seinen Zauberkeller voll wunderbaren Weins hat. Die herrlichsten Tokajer werden dort verkostet mit der erlebnisreichen Vorführung des Winzers selbst. Mit dem schmackhaften und reichlichen Abendessen das Frau Hollókői für die Herren kochte, blieb kein Magen leer. Das schöne Ambiente, die freundliche Betreuung durch die nette Winzerfamilie, die allerbesten Weine – alles zusammen bleibt ein beeindruckendes Erlebnis.


Am nächsten Tag fuhren wir nach Szilvásvárad um das Lippizaner-Gestüt mit Pferdekutschen zu besichtigen. Mit der Schmalspurbahn ging es dann nach oben in das schöne Szalajka-Tal auf die Gloriett-Wiese, wo das Feuer schon brannte und auf Spieße gesteckten Forellen und Speckstücke auf uns warteten. Nach kurzer Anweisung mussten die Herren ihr Mittagessen durch harte Arbeit verdienen. Der Speck wird ins Feuer gehalten, das heiße Fett muss auf die gewürzte Forelle tropfen, schön eingefettet kann erst die Forelle am offenen Feuer gebraten werden. Schönes Sommerwetter, gutes Essen, süffiger Wein – was braucht man mehr?

Wieder in Eger haben wir dann den Abend im Tal der Schönen Frau im Weinkeller der Winzerei Juhász ausklingen lassen.

Für den letzten Tag war der Besuch der Tropfsteinhöhle Aggtelek geplant, die die Herren noch nicht kannten. Die imposanten Tropfsteinformationen beeindruckten die Herren. Und da es am Vortag in Szilvásvárad so schön war, ging es ins Restaurant Lovas. Ein schneller Tesco-Besuch für kleinere Einkäufe und schon waren die Urlaubstage vorbei.